Hier erfahren Sie, welche Bewässerungssysteme am besten für Ihr Feld geeignet sind und welche Kriterien für eine fundierte Wahl entscheidend sind.
Die Beregnung: eine vielseitige Methode zur Bewässerung von Kulturen
Rohrberegnung
Dieses System eignet sich besonders für Kulturen mit hoher Wertschöpfung wie Tabak, Knoblauch, Maissaatgut und Freilandgemüse. Mit einer solchen Anlage ist es möglich, die Bewässerung über Leitungen zu steuern, die manchmal eine Länge von mehreren hundert Metern erreichen. Es erfordert jedoch einen hohen Arbeitsaufwand für den Auf- und Abbau des Systems, insbesondere zu Beginn der Saison.
Im Normalfall wird der Boden oft bis Juni vorbereitet, danach kann mit der Verlegung der Rohre begonnen werden. Sobald die Kultur erntereif ist, ist es entscheidend, das System vor dem Durchgang der Erntemaschinen zu entfernen, um Schäden zu vermeiden (außer bei mehrjährigen Kulturen, bei denen die Installation fest installiert ist).
Wie Sie sich vorstellen können, bedeutet dieses System eine entsprechend hohe zeitliche sowie finanzielle Belastung.
Trommelberegnung
Der Aspekt der Wassergaben ist zentral für den Einsatz von Rollomaten. Es kann bis zu vier oder fünf Tage dauern, bis alle bewässerten Flächen versorgt sind. In Zeiten großer Hitze wird die Verdunstung zu einem Problem, und die Landwirte müssen oft „der Zeit hinterherlaufen“, um Wassergaben zu vollenden, bevor der Feuchtigkeitsverlust die Kultur zu gefährden droht.
Folglich ist es für den Landwirt bei der Bewässerung wichtig, seine Anlage, seine Arbeitskapazität und die zu bewässernde Fläche optimal aufeinander abzustimmen.
Linearberegnung
Diese Anlage ist besonders für Kulturen geeignet, die eine hohe Präzision der Wasseraufnahme erfordern. Außerdem sind im Unterschied zu anderen Beregnungsverfahren bei der Linearberegnung kleinere Regengaben möglich, während gleichzeitig eine gleichmäßige Abdeckung gewährleistet wird. Dieses Maß an Präzision ist entscheidend für empfindliche oder hochwertige Kulturen, bei denen ein sorgfältiges Management der Wasserressourcen für die Maximierung der Produktivität entscheidend ist.
Kreisberegnung
Der Kreisregner ist für die gleichmäßige Bewässerung großer, ebener Flächen entwickelt, wo er je nach Größe und Beschaffenheit des Feldes volle oder halbe Umdrehungen ausführen kann. Wie bei anderen Beregnungsanlagen kann die abgegebene Wassermenge unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse der Kulturen und der örtlichen Bedingungen genau eingestellt werden. Dieses System ist besonders für große Betriebe vorteilhaft, wo die Investition in eine solche Technologie durch die zu erwartenden hohen Erträge gerechtfertigt ist. Es gibt jedoch ein Problem – die Konfiguration des Anbaus: Es muss ein kreisförmiges Feld gegeben sein, damit der Zentralturm eine oder eine halbe Umdrehung machen kann.
Tabellarische Zusammenfassung von Bewässerungsverfahren in der Landwirtschaft: Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile für den Landwirt
| Bewässerungsverfahren | Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Rohrberegnung | Große landwirtschaftliche Flächen, Anbau von Kulturen mit hoher Wertschöpfung (Tabak, Knoblauch, Maissaatgut, Gemüse) | - Gleichmäßige Abdeckung - Geeignet für große Flächen | - Hohe Anfangsinvestition - Hoher Arbeitsaufwand bei Auf- und Abbau |
| Trommelberegnung | Sehr große Felder (Mais, Weizen) | - Mobil und kostengünstig - Abdeckung großer Flächen | - Der Zeitfaktor spielt bei dem Beregnungsturnus eine wichtige Rolle (Wassergabe) - Beschränkt sich auf mittelgroße Anbauflächen - Erfordert eine lineare Vorwärtsbewegung |
| Linearberegnung | Kleine bis mittelgroße Kulturen, Gemüseanbau, Samentragende Kulturen | - Bessere Wasserverteilung - Einsparung von Wasser - Höhere Präzision | - Beschränkt sich auf mittelgroße Anbauflächen - Erfordert eine lineare Vorwärtsbewegung |
| Kreisberegnung | Sehr große kreisförmige Felder (Mais, Weizen, Getreide) | Gleichmäßige Bewässerung - Geringer Arbeitsaufwand - Effektiv bei großen Flächen | - Hohe Anfangsinvestition - Erfordert eine große, ebene und freie Fläche |
Mikrobewässerung: Wassereinsparung und Präzision für optimierte Kulturen
Die Mikrobewässerung zeichnet sich durch ihre Eigenschaft aus, Wasser präzise und gezielt direkt an die Wurzeln der Pflanzen zu liefern. Im Gegensatz zu Beregnungsanlagen, die eine große Fläche abdecken, zielt die Mikrobewässerung gezielt auf den Wurzelbereich ab und minimiert somit den Wasserverlust durch Verdunstung und Abfluss.
Sprühbewässerung
Oberirdische oder unterirdische Tropfbewässerung
Es handelt sich um eine relativ neue Technologie, die sich für alle Bodenarten eignet, vor allem aber für Kulturen, die eine konstante Wasserversorgung in der Tiefe benötigen. Zwar gilt sie als effiziente Methode, um Wasserstress zu verringern, aber sie ist mit technischen Schwierigkeiten verbunden, insbesondere im Hinblick auf die Wartung und die kontinuierliche Überwachung, um Leckagen der unterirdischen Tropfschläuche oder Verstopfungen der Tropfer zu vermeiden.
Laut einer Irstea-Studie für das französische Landwirtschaftsministerium führt die Umstellung von Trommelberegnung auf Tropfbewässerung zu Wassereinsparungen zwischen 10 % und 35 %, im Obstbau sogar bis zu 46 %.
Zu erwähnen sei auch, dass dieses System besonders kostenaufwändig ist. Der Preis für eine unterirdische Tropfbewässerungsanlage liegt bei etwa 30 Euros bis 100 Euro für 50 Meter. Der Preis kann also schnell steigen, wenn Sie über ein sehr großes Feld verfügen!
Tabellarische Zusammenfassung von Mikrobewässerungssystemen in der Landwirtschaft: Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile für den Landwirt
| Bewässerungsverfahren | Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Sprühbewässerung | Obstbau, Gewächshäuser | - Reduzierter Durchfluss - Wassereinsparung | - Erfordert eine regelmäßige Wartung, um Verstopfungen der Tropfer zu vermeiden |
| Tropfbewässerung | Gemüseanbau, Weinanbau | - Maximale Effizienz - Minimiert die Wasserverschwendung | - Hohe Investitionskosten - Erfordert eine regelmäßige Wartung, um Verstopfungen der Tropfer zu vermeiden |
Bodenfeuchtesensoren und vernetzte Tools zur Optimierung der Bewässerung eines landwirtschaftlichen Anbaus
Dazu können Sie sich auf fortschrittliche, von Weenat entwickelte Technologien stützen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei vernetzten Sensoren für die Bewässerungssteuerung, wie Tensiometer, kapazitive Sensoren, oder EC-Bodensensoren(auch Fertigations-Sensoren genannt). Diese Sensoren ermöglichen es, relevante Informationen in Echtzeit über die für die Pflanze verfügbare Wassermenge im Boden zu erhalten. Heute werden durch den Einsatz eines Sensors in einem landwirtschaftlichen Anbau durchschnittlich 20 % Wasser eingespart.
Für die Coccolo-Gruppe, die Obstplantagen über eine Fläche von 30 Hektar zwischen der Provenceund der französischen Region Okzitanien bewirtschaftet, bedeutete dies bereits im ersten Jahr der Installation eine Einsparung von 30.000 Euro. Diese Bodendaten sind direkt in der Weenat-App ablesbar und ermöglichen eine effizientere Bewässerung während der landwirtschaftlichen Saison.
Das Tensiometer: für eine optimalen Bewässerungssteuerung
Tensiometer messen die Kraft, die die Wurzeln ausüben müssen, um dem Boden Wasser zu entziehen, indem sie das Matrixpotential in Kilopascal (kPa) ermitteln. Konkret ermöglichen sie die Überwachung der Feuchtigkeitsbedingungen entlang des gesamten Wurzelprofils, insbesondere bei Kulturen, die eine Tiefenbewässerung benötigen, wie Getreide oder großflächige Kulturen. Auch Gemüsekulturen sowie Obstbäume können von der Verwendung dieser Sensoren profitieren, wenn sie strategisch in der Nähe der Wurzeln platziert werden.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Sensoren ist ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bodentypen. Sie funktionieren gut in schwereren Böden wie Lehmböden, wo die Wasserentnahme durch die Wurzeln schwieriger sein kann, und verhindern unter diesen Bedingungen eine Überbewässerung.
Sie eignen sich besonders bei einer gezielten Bewässerung (Tropfbewässerung), da Sie dadurch das Wasserpotenzial in der Nähe der Wurzeln überwachen und so jede Wassergabe optimieren können. Aber auch bei Beregnungsverfahren wie Linear- oder Kreisberegnung sind sie effizient, da Sie damit den Wasserbedarf über das gesamte Wurzelprofil und über große Flächen hinweg beobachten können.
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Der kapazitive Sensor
Der kapazitive Sensor ist ideal bei Mikrobewässerung wie z. B. bei Tropfbewässerung. Er liefert detaillierte Informationen über die Feuchtigkeitsverteilung, sodass die Bewässerungszyklen an den tatsächlichen Bedarf der Pflanzen angepasst werden können. Diese Überwachung ist besonders effizient in homogenen Böden wie Sand oder Schluff, wo Wasser schnell aufgenommen wird und eine genaue Steuerung entscheidend ist, um eine Austrocknung der Wurzeln zu verhindern. In heterogeneren oder steinigen Böden können die Messungen aufgrund der unterschiedlichen Textur hingegen weniger zuverlässig sein.
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Der EC-Bodensensor: Ermittlung des Wasser- und Nährstoffgehalts des Bodens
Der EC-Bodensensor (auch Fertigations-Sensor genannt) erweist sich ebenfalls als ein wertvolles Werkzeug für die Steuerung der Bewässerung. Er misst sowohl die elektrische Leitfähigkeit des Porenwassers als auch den Bodenwassergehalt mithilfe zweier Fühler, die für alle Bodenarten geeignet sind. Diese Daten werden dann auf eine spezielle App übertragen, worin die Bodenbedingungen zusammengefasst und übersichtlich dargestellt werden.
Dieser Sensor ist besonders für Mikrobewässerungs-Systeme geeignet, da er wichtige Informationen über die Bodenfeuchtigkeit und die Nährstoffkonzentration liefert. Er wird häufig in Gewächshäusern und bei Kulturen mit hoher Wertschöpfung eingesetzt, da hier eine genaue Wasser- und Nährstoffzufuhr entscheidend ist. Darüber hinaus kann er in Kultursubstrate integriert werden und bietet eine zusätzliche Flexibilität für den Anbau in Containern oder hydroponischen Systemen. Durch die Optimierung der Wasser- und Düngezufuhr ermöglicht der EC-Bodensensor, die Entwicklung der Nährstoffe im Boden zu überwachen und die Nährstoffzufuhr optimal anzupassen, wodurch ein maximaler Ertrag gewährleistet wird.
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Konkret gefragt: Unter welchen Gesichtspunkten sollte ein Sensor zur Steuerung des Bewässerungssystems ausgewählt werden?
Wer könnte besser darüber berichten als einer der Landwirte, der dieses System einsetzt? Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie Benoit Latour, seine Wassergaben mithilfe von Weenat-Tensiometern steuert:
Häufig gestellte Fragen
Welches Bewässerungssystem trägt zu einem nachhaltigen Wassermanagement bei?
Wie funktioniert eine Tropferleitung?
Was kosten Weenat-Sensoren zur Bewässerungssteuerung?
Die Daten Ihres Sensors sind über die
Weenat-Expert-Lizenz in der Weenat-App einsehbar.

